Aktien als Altersvorsorge

Es gibt ganz verschiedene Wege, fürs Alter vorzusorgen. Während einige Menschen eher klassische Möglichkeiten wie Sparpläne, Renten- und Lebensversicherungen nutzen, vertrauen einige eher auf die Entwicklungen an den Wertpapapiermärkten. Das ist nicht unbegründet. Denn stellt man die Erträge an den Wertpapiermärkten mit denen klassischer Zinsprodukte langfristig gegenüber, dann ist das Ergebnis meist eindeutig. Wertpapiere sind zum Vermögensaufbau, also praktisch auch für die Altersvorsorge, besser geeignet. Vor allem Aktien sind bei einigen Anlegern vergleichsweise beliebt.

Allerdings hängt der Erfolg einer langfristigen Aktienanlage nicht unerheblich von der Auswahl der Aktien ab. So sollte grundsätzlich eine möglichst breite Diversifizierung (= “Streuung“) im Depots vorgenommen werden. Denn die Wahl mehrerer Aktientitel vermindert das Risiko eines Totalverlustes erheblich. Denn als Aktionär muss man sich diesem Risiko bewusst sein. Wird ein Unternehmen in die Insolvenz gewirtschaftet, gehen Aktionäre als Eigner häufig leer aus. Wer sich bewusst für Einzelaktien entscheidet, sollte diese Gefahr einkalkulieren. Auch was die Branchen betrifft, sollte keine zu einseitig ausgerichtete Wahl getroffen werden. Bei gutem Verlauf und kluger Diversifizierung können im Gegenzug jedoch attraktive Erträge erzielt werden.

Ein gesunder Mittelweg zwischen Risiko und Ertragschance können Aktienfonds oder auch Fondssparen sein. Zwar ist eine Anlage in diese Wertpapiere ebenfalls nicht risikolos. Dennoch wird die empfohlene Anlagenstreuung direkt im Fonds vorgenommen. Denn dieser besteht bereits naturgemäß aus vielen verschiedenen Aktientiteln. Geht es nur wenigen Unternehmen des Fonds wirtschaftlich schlecht, hat das meist nur unerhebliche Auswirkungen auf die Gesamtinvestition des Anlegers. Zudem besteht der Vorteil, dass sich ein erfahrenes Fondsmanagement um die Verwaltung der Einzeltitel kümmert. So können bei Bedarf einzelne Aktien gekauft und verkauft werden. Erwirbt ein Anleger selbst bestimmte Aktienwerte, dann müsste er sich bei Bedarf eigenständig darum kümmern. Zudem sind die Kosten beim Direkterwerb von Aktien häufig vergleichsweise hoch.