Vorsoge mit Investmentfonds
Im Gegensatz zu den USA wird Altersvorsorge hierzulande immer noch eher klassisch betrieben. Vielen Anlegern erscheint das Risiko einer Wertpapieranlage subjektiv zu hoch und sie entscheiden sich schließlich für ein festverzinsliches Anlageprodukt. Doch rational betrachtet ist das grundsätzlich eher weniger zu empfehlen. Denn vergleicht man die Wertentwicklungen an den Wertpapiermärken mit den durchschnittlichen Erträgen festverzinslicher Anlageprodukte langfristig, dann schneidet die Zinsanlage häufig schlechter ab. Vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau mittels regelmäßiger Besparung sind Wertpapiere durchaus geeignet.
Ein sehr verbreiteter Weg der Wertpapieranlage sind Aktienfonds. Diese bündeln praktisch die Wertentwicklung verschiedener Aktien und lassen den Anleger so an der durchschnittlichen Wertentwicklung der Aktien teilhaben. Je nach Marktentwicklung können Schwankungen auftreten, die sich der Anleger vor allem langfristig zu Nutze machen kann. Wer mittels eines Sparplans in einen schwankenden Aktienfonds investiert, erwirbt aufgrund des gleichbleibenden Betrages automatisch mehr Anteile des Fonds, wenn der Kurs vergleichsweise niedrig ist. Umgekehrt gilt das ebenso: Ist die Anteilsbewertung relativ hoch, erfolgt praktisch ein „vorsichtigerer“ Kauf der Anteile. Dadurch entsteht ein so genannter Kostendurchschnittseffekt. Durch diesen entsteht ein rechnerischer Vorteil gegenüber einer hypothetischen Einmalanlage zu Durchschnittspreis. Zudem verringert ein Sparplan die Schwankungsstärke einer Fondsanlage. Muss trotz langfristigen Sparziels einmal eher verfügt werden als geplant, ist das Verlustrisiko nicht so groß wie es ohne eine regelmäßige Einzahlung wäre.
Zum einen sollte man tendenziell nicht auf die Altersvorsorge mittels Fondssparplänen verzichten. Diese Variante sollte zugleich jedoch nicht der einzig genutzte Weg sein. Wie bei vielen Dingen gilt auch bei der Altersvorsorge: Die Mischung ist entscheidend. Wer mehrere Produkte mit ihren Vor- und Nachteilen nutzt, der bleibt letztlich auch in Ausnahmesituationen am flexibelsten. Zudem sollten genutzte Fondssparpläne nicht dazu führen, dass beispielsweise staatlich geförderte Vorsorgemöglichkeiten wie die Riesterrente außen vor gelassen werden. Denn aufgrund der staatlichen Förderungen können auch Riesterrente und Co attraktive Renditen bieten. Um beides zu Kombinieren sind auch Riester Fondssparpläne möglich. Hier muss man sich allerdings informieren, welche Fondssparpläne im Rahmen der Riester Rente zugelassen sind.